Henker im Schnittraum

Sep 04

Jetzt melde ich mich aus dem Schnittraum. Der erste Film an der HFF wird nämlich schön brav mit der Schere am Steenbeck-Schneidetisch geschnitten und dann mit Kleber wieder zusammengepappt. In dem kleinen Rundumschwenk sieht man die „Galgen“ (heißen wirklich so), an denen die einzelnen Filmstreifen aufgehängt werden (die armen). Und ich gebe dann sozusagen den Henker.

Gemeinsam mit Prof. Peter Przygodda, dem Hofschneider von Wim Winders, tüftle ich hier an dem Filmchen und kenne bald jedes Einzelbild auswendig. Leider sind diese Schneidetische teuflisch unergonomisch – man kriegt einen ganz schlimmen steifen Hals – und man hat vergessen, die CTRL+Z-Taste einzubauen.

Das Endprodukt sind stolze hundertundfünfzehn Meter Film. Dazu kommen dreihundertunddreiundvierzig Meter, die es leider nicht geschafft haben. Nicht traurig sein, vielleicht schafft ihr es ja ins Making of!

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