Zu Gast in „Toms Kellershow“

Apr 18

Mein erster Auftritt als Talkshow-Gast :o)
(Ab Minute 43)


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Hey, Sheldon Cooper!

Mär 15

That’s a nice couch you got there!

BigBangTheory_MatthiasLang

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Preisregen für „König Laurin“

Nov 25

Ich freue mich riesig über all die Preise, die mein Diplomfilm „König Laurin“ bis jetzt einheimsen konnte:
– 3x Goldener Spatz für „Beste Regie“, „Besten Hauptdarsteller“ und „Besten Kinofilm“
– Weißer Elefant für den besten Kinderfilm, vergeben anlässlich des Filmfests München
– Gildepreis für den Besten Kinderfilm des Jahres 2016
– Preis der Kinderjury beim 33. Göttinger Kinderfilmfest

awards_king_laurin

Goldener Spatz, Göttinger Gänseliesl und Gildepreis

goldenerspatzAn dieser Stelle möchte ich mich bei allen Jurys, Kinobetreibern und Festival-Organisatoren bedanken! Bei meinem Team, das alles für diesen Film gegeben hat. Bei den abertausenden kleinen und großen Kinobesuchern mit leuchtenden Augen in den Kinosälen.

Ihr alle habt meinen größten Traum wahr werden lassen!

King Laurin – Awards from Kinesias on Vimeo.

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Above The Line

Jul 22

Above The Line

Ich freue mich riesig, dass ich ab sofort von ABOVE THE LINE vertreten werde!
Diese ist die größte und renommierteste Künstleragentur im deutschsprachigen Raum und vertritt Regisseure wie Christian Ditter („How to be Single“, „Wickie“), Dennis Gansel („The Mechanic“, „Die Welle“), Katja von Garnier („Ostwind“), Margarethe von Trotta („Hannah Arendt“), Detlev Buck („Bibi und Tina“), Doron Wisotzky („Schlussmacher“) und Christian Zübert („Lammbock“).

Above The Line

Woher der Name „Above the Line“ stammt?
Als man vor Jahrzehnten damit begann, Filmbudgets zu kalkulieren, teilte man das Blatt Papier mit einem Strich („line“) in zwei Hälften: Auf die obere Hälfte (oberhalb des Strichs / „above the line“) schrieb man alle Filmemacher, die aufgrund ihrer künstlerischen Handschrift nicht-austauschbar und essentiell für die Finanzierung eines Filmprojektes waren: Regisseure, Autoren, Hauptdarsteller und Komponisten. Auf die untere Hälfte (unterhalb des Strichs / „below the line“) schrieb man alle Crew-Mitglieder, die sich im Notfall auch ersetzen ließen: Beleuchter, Kameraassistenten, Tonangler, Fahrer, …

Will heißen: Meine Agentin Ulrike Weis und ich freuen uns auf viele spannende Projekte – mit tollen Filmemachern above und below the line!

Matthias Lang und Rufus Beck

Ab sofort Kollegen bei „Above The Line“ – Matthias Lang und Rufus Beck

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Dipl. Filmreg. M. Lang

Dez 11

diplommutze

#studentNoMore #UniversityOfTelevisionAndFilmMunich

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König Laurin – Mein erster Kinofilm!

Mai 30

Bis Mitte Juni 2015 befinde ich mich noch in meiner Heimat Südtirol, wo ich gerade meinen ersten Kinofilm „König Laurin“ drehe. Weitere Infos zum Projekt findet ihr unter www.laurin-film.com und www.facebook.com/laurin.film

Hier ein kurzer Einblick in die Dreharbeiten:

König Laurin – Behind the Scenes from Kinesias on Vimeo.

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KSK für Dummies – Die Künstlersozialkasse, einfach erklärt

Aug 17

Zu Gymnasialzeiten habe ich zwar gelernt, wie man die siebte Wurzel aus 823.543 berechnet und die vierte Ableitung aus Sinus mal Cosinus hoch x, aber wie man seine Steuererklärung macht, wird einem irgendwie nicht beigebracht.

Damit soll jetzt Schluss sein, und deswegen möchte ich hier mal festhalten, was ich in den letzten Jahren über die deutsche Bürokratie gelernt habe. Vor allem geht es darum, wie man als Künstler seine Sozialversicherungen und Steuern bezahlt – herzlich willkommen zum Telekolleg Künstlersozialkasse (KSK)!

Über die KSK existieren viele Gerüchte – einige lieben sie, und andere wiederum schimpfen darüber, als wäre sie schlimmer als die Pest.
Aber eines schonmal vorweg – die KSK ist für Künstler was Supergutes!

Gegründet in den 1980ern, hat man erkannt, dass Künstler***und Publizisten in der Regel arme Schweine sind, und beschlossen, ihnen die Hälfte der Kosten für Sozialversicherungen zu SCHENKEN! Die KSK bringt einem Künstler also bares Geld – quasi ein Hartz IV, extra nur für Filmemacher.

Doch schauen wir uns zunächst an, was Sozialversicherungen überhaupt sind und welche Steuern und Abgaben man auf seine hartverdiente Kohle zu zahlen hat.

SZENARIO A: Lieschen Müller, Sekretärin bei Siemens

Beginnen wir mit einem Beispiel aus der „normalen“ Welt, also mit Menschen, die von einer Firma angestellt werden, sozusagen „nicht-selbständig“ arbeiten.

Lieschen Müller arbeitet als Sekretärin für Siemens. Im Einstellungsgespräch hat man sich auf einen Brutto-Monatslohn von 2.000€ geeinigt. Da Lieschen Müller nicht mehr im Mittelalter lebt, soll es ihr auch dann gut gehen, wenn sie alt, krank oder pflegebedürftig wird. Deswegen muss Lieschen Müller in guten Zeiten für ihre schlechten vorsorgen – und von ihrem Bruttogehalt eine Rentenversicherung, eine Krankenversicherung und eine Pflegeversicherung bezahlen***außerdem eine Arbeitslosenversicherung - diese lassen wir der Einfachheit halber mal weg. Diese Versicherungen nennt man Sozialversicherungen. In Deutschland werden die Kosten dafür ungefähr fifty-fitfty zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt – man spricht von Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil. Wenn Lieschen also zum Arzt muss, zahlt sie eine Hälfte selbst, die andere Hälfte zahlt Siemens.

Die Beitragssätze für die gesetzlichen Sozialversicherungen belaufen sich aktuell (2014) wie folgt:

  • Rentenversicherung: 18,9%, diese Kosten teilen sich Lieschen und Siemens zu je 9,45% auf.
  • Krankenversicherung: 15,5%, davon zahlt Lieschen 8,2% und Siemens 7,3%.
  • Pflegeversicherung: 2,3%, davon zahlt Lieschen 1,275% und Siemens 1,025%.
Bei einem Bruttolohn von 2.000€ ergibt das:
Lieschen zahlt Siemens zahlt
Rentenversicherung 9,45 % = 189 € 9,45 % = 189 €
Krankenversicherung 8,2 % = 164 € 7,3 % = 146 €
Pflegeversicherung 1,275% = 25 € 1,025 % = 20 €
Gesamt = 378 € Gesamt =  355 €

Die Firma Siemens muss für Lieschen also monatlich 2.000€ Gehalt bezahlen + Arbeitgeberanteile von 355€, also 2.355€. Auf der anderen Seite zahlt Lieschen selbst von ihrem 2.000€ Bruttogehalt monatlich 378€ für ihre Sozialversicherungen. Bleiben ihr somit monatlich 2.000€ – 378€ = 1.622€ über.

Doch halt, halt, zu früh gefreut – Lieschen hat ja noch gar keine Steuern gezahlt!  Die kommen natürlich auch noch drauf.

Fürs Berechnen der Steuer gibt es jetzt megakomplizierte Steuertabellen, damit anhand des Familienstands, der Kirchenzugehörigkeit und des Bluts eines jungfräulichen Einhorns der Steuersatz errechnet werden kann. Beim ledigen, kinderlosen, unchristlichen Lieschen liegt der bei ungefähr 14%. Sie zahlt also von ihren 1.622€ nochmal 14% Steuern auf ihren Lohn (=Lohnsteuer), also grob 220€ ***inklusive Solidaritätsbeitrag.

Bleiben für Lieschen:

Bruttogehalt  2.000 €
Sozialversicherungsbeiträge – 378 €
Steuern – 220 €
 Gesamt netto 1.402 €

Lieschen hat also monatlich netto 1.402€ Cäsh in der Täsch – bares Geld, mit dem sie dann Gummibärchen kaufen kann.

SZENARIO B: Klaus Künstler, freischaffender Drehbuchautor

Bei Selbständigen, die ja bei niemandem angestellt sind, gibt es jetzt logischerweise KEINEN Arbeitgeber, der die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherungsbeiträge bezahlen könnte. Ein Selbständiger zahlt also alles selbst: die kompletten 19% Rentenversicherung, die komplette Krankenversicherung, die komplette Pflegeversicherung… Nix mit Fifty-Fifty.

Außer man ist Künstler und in der KSK.

Bei Künstlern tut die KSK nämlich so, also wäre sie ein Arbeitgeber – die KSK tut so, als wäre sie Siemens!, und bezahlt die Arbeitgeberanteile!! Ist das cool, oder was?!!!

Nehmen wir an, Klaus Künstler ist Drehbuchautor und erhält 24.000€ Drehbuchförderung. Aufs Monat gerechnet sind das 2.000€. Das ergibt:

Klaus zahlt die KSK zahlt
Rentenversicherung 9,45 % = 189 € 9,45 % = 189 €
Krankenversicherung 8,2 % = 164 € 7,3 % = 146 €
Pflegeversicherung 1,275% = 25 € 1,025 % = 20 €
Gesamt = 378 € Gesamt =  355 €

Also identisch wie bei Lieschen Müller! Auch Klaus zahlt (wenn kinderlos, ledig, kirchenlos) nochmal 14% Steuern – bleiben auch ihm monatlich netto 1.402€***und zwar zahlt Klaus seine Steuern als dicken Batzen einmal im Jahr, sobald er die Steuererklärung abgegeben hat. Lieschen hingegen zahlt ihre Steuern monatlich, indem sie einfach vom Lohn einbehalten werden.. Klaus ist damit der Sekretärin von Siemens gleichgestellt, da die KSK 50% der Sozialversicherungskosten bezahlt hat.

Daher kommt auch der Name – die KSK ist eine Kasse, die Geld für Künstler einsammelt und weiterleitet. Sie ist also KEINE KRANKENKASSE – sondern sie sammelt Geld EIN und überweist es dann AN eine Krankenkasse, wie AOK oder TK. Eine Krankenversicherung ist für Künstler übrigens Pflicht, genauso wie für jeden anderen Menschen in Deutschland. Ebenso Pflicht ist die Rentenversicherung, die jeder Künstler bezahlen MUSS! Man kann sich NICHT „von der Rente befreien lassen“! Dank der KSK werden Rentenbeiträge aber verdoppelt: Klaus zahlt 189€ Rente ein, die KSK packt nochmal 189€ drauf und überweist dann monatlich einen Betrag von 378€ an die Rentenversicherung. Und wenn Klaus dann 110 Jahre alt ist, bekommt er monatlich wieder 378€ zurück. (Hahaha)

Doch woher nimmt die KSK das Geld, mit dem sie Künstler unterstützt? Klar, Siemens holt sich das Geld mit dem Verkauf von Bügeleisen und Waschmaschinen, aber die KSK?

Die Antwort ist einfach – es sind zum einen Teil Steuergelder, zum anderen Teil müssen alle Firmen, die regelmäßig Künstler beauftragen, nochmal 5,2% auf die Künstlergage draufschlagen und an die KSK zahlen – die so genannte KSK-Abgabe (dabei ist es völlig wurscht, ob der Künstler selbst in der KSK ist, Deutscher, Amerikaner oder Holländer). Das heißt, es gibt in Deutschland quasi eine 5%-ige Steuer auf alles, was Kunst ist, die dann an Künstler weitergeleitet wird.

Jetzt wird auch klar, wieso oft über die KSK geflucht wird – vor allem bei Unternehmen, die die KSK-Abgabe zahlen müssen, und bei Künstlern, die von der KSK nicht als „richtige“ Künstler anerkannt werden und nicht von den immensen Vorteilen profitieren. Selbständige Nicht-Künstler finden es natürlich unfair, dass sie die kompletten Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen, Künstler aber nur 50%.

Bleibt nur noch zu klären: Wie kommt man in diese sagenumwobene KSK?

Dazu muss man Künstler sein (und es gibt tausend Definitionen darüber, was ein Künstler ist: Ein Kameramann bei einem Fußballspiel ist kein Künstler, ein Kameramann bei einem Kinofilm hingegen schon; ein Web-Designer ist ein Künstler, ein Web-Programmierer hingegen nicht…). Ebenso muss man hauptberuflich Künstler sein, also mindestens 50% seines jährlichen Einkommens mit Kunst verdienen, mindestens 3.900€. (UPDATE: Mit nicht-künstlerischen (Neben)Tätigkeiten darf man im Jahr maximal 5.400€ verdienen, sonst muss man seine Kranken- und Pflegeversicheurung komplett selbst zahlen! UPDATE 2: Das KSK-Minimum zählt nicht für Berufsanfänger in den ersten 3 Jahren; danach darf das Minimum in 6 Jahren höchsten zweimal unterschritten werden, bevor man wieder aus der KSK rausfliegt).

Wenn man all diese Bedingungen erfüllt, dann kann man sich hier das Formular für ein KSK-Beitrittsgesuch herunterladen. Einmal im Jahr meldet man dann bei der KSK das zu erwartende geschätzte Jahreseinkommen an, die KSK errechnet die monatlichen Sozialversicherungsbeiträge, bucht das Geld monatlich ab, verdoppelt es, und leitet es an die Krankenkasse und Rentenversicherung weiter.

Wenn man also in die Geldverdopplungsanstalt KSK aufgenommen wird, kann man getrost die Korken knallen lassen!

(achja, und die 7. Wurzel aus 823.543 ist 7)

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Witzwissenschaften für Sitcom-Fans

Okt 18

Ich habe mich immer wieder gefragt, wieso in Deutschland keine Sitcoms gemacht werden.

Und damit meine ich jetzt nicht „Sitcom-Comedy-Serien“, wie die KrawattenLieb gemeinte Bezeichnung für Produzenten und Redakteure von RTL ihre Shows zu nennen pflegen, sondern richtige Sitcoms, gedreht nach US-Vorbild: live, vor einem (hoffentlich) lachenden Publikum.

Sitcoms wie die „Bill Cosby Show“, „Eine schrecklich nette Familie“, „Full House“, „Hör mal, wer da hämmert“ oder „Alle unter einem Dach“ haben ganze Generationen geprägt (nämlich meine), und spätestens seit „The Big Bang Theory“ und „Two and a Half Men“ sind Sitcoms sowieso salonfähig geworden.

Wieso also nicht auch in Deutschland?

Und dann lese ich eines Tages in der einschlägigen Tagespresse, dass Michael Bully Herbig an genau so einer Sitcom arbeitet.
So schnell könnt ihr gar nicht gucken, wie ich meine Bewerbung geschrieben habe – und, schwupps, zwei Monate später fand ich mich in der Redaktion von „Bully macht Buddy“ wieder.

Das Besondere an Sitcoms
Eine Bekannte von mir war mal der Überzeugung, dass „Sitcoms“ so heißen, weil andauernd jemand auf dem Sofa sitzt.

Aber nicht doch!

Der Begriff „Sitcom“ kommt von „Situationskomödie“ (ein Situationsdrama müsste also folgerichtig „Sitdram“ heißen …)
In 22 Minuten wird erzählt, wie witzige Charaktere witzige Situationen mit einem witzigen Lösungsansatz bewältigen. Aufgezeichnet wird das Ganze wie ein Theaterstück in einer Kulisse mit drei Wänden, vor der ein Publikum sitzt. Es fungiert quasi als „vierte Wand“ und beobachtet das Geschehen wie durch einen Guckkasten.

So weit die Theorie. Die Publikum ist also echt.

Das Typische einer Sitcom ist also, dass Dialoge auf Pointen geschrieben sind – das heißt, dass nach zwei, spätestens drei Dialogen ein Lacher kommen sollte.
Im Laufe der Zeit entstanden aber auch Variationen dieser Produktionsweise. So hat zum Beispiel „How I met your mother“ derart viele Rückblenden und Schauplätze, dass man die Umbauphasen keinem Live-Publikum zumuten will – die Serie wird zunächst im Studio ohne Publikum aufgezeichnet, anschließend geschnitten und erst dann einem Publikum in einem Kino vorgeführt.

Es soll aber auch schon Philosophen und Psychologen gegeben haben, die sich mit dem Sinn und Unsinn einer solchen Lachspur („Laugh Track“) beschäftigt haben (Stichwort: Interpassivität).

Manche TV-Shows kann man sich ohne Lacher schon gar nicht mehr vorstellen:

Und bei anderen TV-Shows wiederum wären Lacher a bisserl deplaziert: (Achtung Spoiler!)

Das Vier-Kamera-Format
Live-Sitcoms werden seit den 1970er mit vier Kameras aufgezeichnet (auch wenn es hierzulande Krawatten gibt, die glauben, dass man – um Geld zu sparen – auch mit drei Kameras drehen kann. Antwort: Kann man nicht.)

Und so würde „Scrubs“ aussehen, wenn es man die Show mit vier Kameras aufzeichnen würde: (und lustigerweise bekam genau diese Folge einen Emmy für „Beste Mulit-Kamera-Sitcom“, obwohl Scrubs gar keine Multi-Kamera-Sitcom ist.)

Sitcom-Macher – eine große Familie
Anders als Spielfilme werden Sitcoms mit einem genau strukturierten Wochenplan gedreht. Montags gibt es die Drehbuchlesung, dienstags und mittwochs wird geprobt, donnerstags werden die Kameras eingerichtet und Freitagabend wird vor Publikum aufgezeichnet.

Witzig ist witzig ist witzig

Die Amerikaner sind Meister darin, in allem Muster zu erkennen – so auch in Drehbüchern und Witzen. Deshalb gibt es auch (im amerikanischen Showbiz) so etwas wie „Witzwissenschaften“ – hier einige Auszüge:

Die K-Regel
Die K-Regel (auch Konsonanten-Regel genannt) besagt, dass Wörter, die auf Konsonanten wie -k, -p, -pf enden, besonders lustig sind.
Das Wort „Birkenstock“ ist lustiger als das Wort „Sandale“. „Schlumpf“ ist lustiger als „Blaues Wesen“. „Pumuckl“ ist ein megalustiger Name, „Beate“ ist es nicht.

Der Spuckwitz
Der „Spit Joke“ ist ein Klassiker in der Sitcom-Welt. Beispiel: Al Bundy trinkt aus einer Bierflasche, seine Tochter kommt herein und erzählt, dass sie gerade geschwängert wurde. Schnitt auf Al Bundy: PRRRRRUSSSST ….

Der Slow Burn
Für diese Technik ist mir noch kein deutscher Begriff eingefallen. Vielleicht passt am ehesten der ironische Begriff „Schnellchecker“: Dieser langsame Kopfdreher ist auf jeden Fall eine Technik, die jeder Schauspieler beherrschen sollte. Beispiel: Alan sitzt am Küchentisch und isst Corn Flakes. Charlie Sheen verabschiedet eine attraktiven Frau und sagt, dass er niemanden in seinem Haus wohnen lässt – nur „Kinder und Idioten“. Schnitt auf Alan, wie er ganz, ganz langsam seinen Kopf Richtung Charlie dreht…

Der 3er-Witz
Grundbedingung fürs Lachen ist, dass man überrascht wird. Und wie wird man überrascht? In dem man mit einem Muster oder einer Konvention bricht.
Deswegen basiert Humor auf der Basis der Zahl Drei. Die ersten zwei Elemente etablieren ein Muster, das dritte Element bricht das Muster.
So funktionieren alle Witze á la „Treffen sich ein Italiener, ein Österreicher und ein Ostfriese …“ Oder lustige Dialoge, zum Beispiel:
„Oh schau mal, da liegen zehn Euro!“
„Was wollen wir damit machen?“
„Wir könnten ne Pizza kaufen… Oder ein Eis… Oder Griechenland!!“

Der Lustige Vergleich
Humor funktioniert auch durch Übertreibung, die die Vorstellungskraft des Zuschauers ankurbelt („Comic Comparison“)
Beispiel:
„Dieser Teller Spaghetti erinnert mich so sehr an meinen Onkel Luigi…“
„Wieso? War er Italiener?“
„Nein, er hatte Würmer…“

Sitcomback?

„Bully macht Buddy“ war ein großer Spaß und ich bin sehr dankbar, dass ich mit Bully zusammenarbeiten durfte.
Bleibt nur hoffen, dass ab sofort auch in Deutschland wieder mehr Live-Sitcoms gedreht werden!

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Die Hypovereinsbank Team Challenge

Aug 10

Zehn Tage, zehn Betten.

Was zunächst so klingt wie die Incentive-Reise einer großen deutschen Versicherung, war in Wirklichkeit eine feine Social-Media-Aktion einer Bank und mein verrücktestes Filmprojekt bisher: die HypoVereinsbank Team Challenge, die ich als Rasender Filmreporter begleitet habe.

Worum es dabei ging? Zwei Teams traten in einem Wettstreit gegeneinander an, düsten mit einem Wohnmobil quer durch Deutschland und mussten in neun verschiedenen Städten landestypische Aufgaben meistern.

Während „Team Süd“ in Oberstdorf startete, begann „Team Nord“ auf Sylt, bis man sich schlielich in der Mitte Deutschlands traf, um dann gen Süden respektive Norden weiterzufahren.

Ich fungierte dabei als Video-One-Man-Band und rockte das Ding gemeinsam mit „meinem“ Team Süd, bestehend aus Michel und Jurij, zwei strammen Burschen aus dem Allgäu, und Marcel, der die Tour organisiert und moderiert hat.

Vormittags wurde gedreht, dann ging’s weiter in die nächste Stadt, und bereits während der Fahrt schnitt ich das Video auf dem Beifahrersitz, eingepfercht zwischen Laptop, Gangschaltung und Kühlerhaube. Abends wurde das Video auf Facebook hochgeladen, wo die Community dann über die Leistung der beiden Teams abstimmen konnte. Schneller kann man Filme definitiv nicht machen!

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Tag 1: Oberstdorf

Aug 09

Oberstdorf hat uns ein bisschen unterkühlt empfangen, dafür kam mittags die Sonne raus. Zu einem Picknick auf dem Schanzentisch hat’s aber dennoch nicht gereicht.

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