Hollywood-ABC: T wie Transportation Department

Okt 15

Während in Deutschland unterbezahlte Fahrer manchmal 20 Stunden am Tag unter kriminellen Bedingungen und unausgeschlafen rumgurken müssen, gibt es in den Amerika ein eigenes Department für alles, was bewegt werden muss. An dessen Spitze steht der Transportation Captain, der ein eigenen Büro am Set besitzt und sich um sämtliche Abholungen und Logistikprobleme kümmert. Während etwa in Europa der Tonmann sein Equipment selber ans Set fährt, ist dies in Amerika streng verboten und wird vom Transportation Department geregelt. Auch „Spielautos“ (Picture Cars), die im Bildhintergrund zu sehen sein sollen, werden von riesigen Schleppern angeliefert.


In der Nähe des Drehortes wird ein Basecamp errichtet, das aus Dutzenden Trucks besteht (Trailer-Park). Im Zentrum dieses kleinen Dorfs steht das Trailer Village, in dem sich die Wohnwagen von Regisseur, Produzent und den Hauptdarstellern befinden, dazu eine mobiler Speisewagen, in dem sich all diese wichtigen Menschen mittags versammeln können. Ebenso gibt es ein fahrbares Produzentenbüro und ein mobiles Kino, damit man sich die bisher gedrehten Szenen standesgemäß anschauen kann.

Der Kostüm-Lastwagen wird nachts von einer Reinigungsfirma aufgeschlossen, und alle (!) Klamotten werden Nacht für Nacht gewaschen – schließlich will ein Schauspieler nicht in der dreckigen Hose vom Vortag spielen.



Am Montag wird’s bürokratisch, mit „U wie Unions“, es geht um die Gewerkschaften.

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