Hollywood-ABC: L wie Limousine

Okt 05

Wer schon einmal einen Hollywood-Abspann näher betrachtet hat, findet dort Credits wie „Driver for Tom Hanks“ oder „Driver for Steven Spielberg“. Will heißen, dass die oberwichtigsten Leute, wie Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller, eine eigene Limousine mit Fahrer gestellt bekommen. Der Chauffeur hat folglich nichts anderes zu tun, als seinen jeweils zugeteilten Star morgens daheim abzuholen, zum Basecamp zu fahren, ans Set zu liefern, hin und wieder zurück in den Wohnwagen zu shutteln und abends nach Hause zu bringen.

Als ich einmal meine Sonnenbrille vergessen hatte, bat ich meinen Chef, mit dem öffentlichen Bus (!) zu mir fahren zu dürfen, um das wichtige Utensil zu holen. Daraufhin meinte der, komm, dafür gibt es doch die Fahrer. Und da gerade nichts anderes frei war, sah ich mich einige Minuten später in einer der Limousinen wieder. Mein Mitbewohner staunte nicht schlecht, als ich in einem Lincoln Town Car vor seiner Garageneinfahrt abgesetzt wurde…

Wie es sich herausstellte, war der Chauffeur der Stammfahrer von Ron Howard und hatte einige Anekdoten auf Lager. Nice!

Kleiner Tipp: Beim Mittagessen sollte man sich immer an den Tisch der Fahrer setzen – die haben mehr Geschichten auf Lager als sämtliche Insider-Literatur. Etwa, dass Steven Spielberg vor Sex-Szenen gerne mal einen Schnaps braucht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte …

Morgen gibts „M wie Meal Penalty“.

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