Preisregen für KÖNIG LAURIN

Nov 25

Was für eine Ehre – dies sind all die Preise, die mein Diplomfilm „König Laurin“ bis jetzt einheimsen konnte:
– 3x Goldener Spatz für „Beste Regie“, „Besten Hauptdarsteller“ und „Besten Kinofilm“
– Weißer Elefant für den besten Kinderfilm, vergeben anlässlich des Filmfests München
– Gildepreis für den Besten Kinderfilm des Jahres 2016
– Preis der Kinderjury beim 33. Göttinger Kinderfilmfest

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Goldener Spatz, Göttinger Gänseliesl und Gildepreis

goldenerspatzAn dieser Stelle möchte ich mich bei allen Jurys, Kinobetreibern und Festival-Organisatoren bedanken! Bei meinem Team, das alles für diesen Film gegeben hat. Bei den abertausenden kleinen und großen Kinobesuchern mit leuchtenden Augen in den Kinosälen.

Ihr alle habt meinen größten Traum wahr werden lassen!

King Laurin – Awards from Kinesias on Vimeo.

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Above The Line

Jul 22

Above The Line

Ich freue mich riesig, dass ich ab sofort von ABOVE THE LINE vertreten werde!
Diese ist die größte und renommierteste Künstleragentur im deutschsprachigen Raum und vertritt Regisseure wie Christian Ditter („How to be Single“, „Wickie“), Dennis Gansel („The Mechanic“, „Die Welle“), Katja von Garnier („Ostwind“), Margarethe von Trotta („Hannah Arendt“), Detlev Buck („Bibi und Tina“), Doron Wisotzky („Schlussmacher“) und Christian Zübert („Lammbock“).

Above The Line

Woher der Name „Above the Line“ stammt?
Als man vor Jahrzehnten damit begann, Filmbudgets zu kalkulieren, teilte man das Blatt Papier mit einem Strich („line“) in zwei Hälften: Auf die obere Hälfte (oberhalb des Strichs / „above the line“) schrieb man alle Filmemacher, die aufgrund ihrer künstlerischen Handschrift nicht-austauschbar und essentiell für die Finanzierung eines Filmprojektes waren: Regisseure, Autoren, Hauptdarsteller und Komponisten. Auf die untere Hälfte (unterhalb des Strichs / „below the line“) schrieb man alle Crew-Mitglieder, die sich im Notfall auch ersetzen ließen: Beleuchter, Kameraassistenten, Tonangler, Fahrer, …

Will heißen: Meine Agentin Ulrike Weis und ich freuen uns auf viele spannende Projekte – mit tollen Filmemachern above und below the line!

Matthias Lang und Rufus Beck

Ab sofort Kollegen bei „Above The Line“ – Matthias Lang und Rufus Beck

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Dipl. Filmreg. M. Lang

Dez 11

diplommutze

#studentNoMore #UniversityOfTelevisionAndFilmMunich

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König Laurin – Mein erster Kinofilm!

Mai 30

Bis Mitte Juni 2015 befinde ich mich noch in meiner Heimat Südtirol, wo ich gerade meinen ersten Kinofilm „König Laurin“ drehe. Weitere Infos zum Projekt findet ihr unter www.laurin-film.com und www.facebook.com/laurin.film

Hier ein kurzer Einblick in die Dreharbeiten:

König Laurin – Behind the Scenes from Kinesias on Vimeo.

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KSK für Dummies – Die Künstlersozialkasse, einfach erklärt

Aug 17

Zu Gymnasialzeiten habe ich zwar gelernt, wie man die siebte Wurzel aus 823.543 berechnet und die vierte Ableitung aus Sinus mal Cosinus hoch x, aber wie man seine Steuererklärung macht, wird einem irgendwie nicht beigebracht.

Damit soll jetzt Schluss sein, und deswegen möchte ich hier mal festhalten, was ich in den letzten Jahren über die deutsche Bürokratie gelernt habe. Vor allem geht es darum, wie man als Künstler seine Sozialversicherungen und Steuern bezahlt – herzlich willkommen zum Telekolleg Künstlersozialkasse (KSK)!

Über die KSK existieren viele Gerüchte – einige lieben sie, und andere wiederum schimpfen darüber, als wäre sie schlimmer als die Pest.
Aber eines schonmal vorweg – die KSK ist für Künstler was Supergutes!

Gegründet in den 1980ern, hat man erkannt, dass Künstler***und Publizisten in der Regel arme Schweine sind, und beschlossen, ihnen die Hälfte der Kosten für Sozialversicherungen zu SCHENKEN! Die KSK bringt einem Künstler also bares Geld – quasi ein Hartz IV, extra nur für Filmemacher.

Doch schauen wir uns zunächst an, was Sozialversicherungen überhaupt sind und welche Steuern und Abgaben man auf seine hartverdiente Kohle zu zahlen hat.

SZENARIO A: Lieschen Müller, Sekretärin bei Siemens

Beginnen wir mit einem Beispiel aus der „normalen“ Welt, also mit Menschen, die von einer Firma angestellt werden, sozusagen „nicht-selbständig“ arbeiten.

Lieschen Müller arbeitet als Sekretärin für Siemens. Im Einstellungsgespräch hat man sich auf einen Brutto-Monatslohn von 2.000€ geeinigt. Da Lieschen Müller nicht mehr im Mittelalter lebt, soll es ihr auch dann gut gehen, wenn sie alt, krank oder pflegebedürftig wird. Deswegen muss Lieschen Müller in guten Zeiten für ihre schlechten vorsorgen – und von ihrem Bruttogehalt eine Rentenversicherung, eine Krankenversicherung und eine Pflegeversicherung bezahlen***außerdem eine Arbeitslosenversicherung - diese lassen wir der Einfachheit halber mal weg. Diese Versicherungen nennt man Sozialversicherungen. In Deutschland werden die Kosten dafür ungefähr fifty-fitfty zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt – man spricht von Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil. Wenn Lieschen also zum Arzt muss, zahlt sie eine Hälfte selbst, die andere Hälfte zahlt Siemens.

Die Beitragssätze für die gesetzlichen Sozialversicherungen belaufen sich aktuell (2014) wie folgt:

  • Rentenversicherung: 18,9%, diese Kosten teilen sich Lieschen und Siemens zu je 9,45% auf.
  • Krankenversicherung: 15,5%, davon zahlt Lieschen 8,2% und Siemens 7,3%.
  • Pflegeversicherung: 2,3%, davon zahlt Lieschen 1,275% und Siemens 1,025%.
Bei einem Bruttolohn von 2.000€ ergibt das:
Lieschen zahlt Siemens zahlt
Rentenversicherung 9,45 % = 189 € 9,45 % = 189 €
Krankenversicherung 8,2 % = 164 € 7,3 % = 146 €
Pflegeversicherung 1,275% = 25 € 1,025 % = 20 €
Gesamt = 378 € Gesamt =  355 €

Die Firma Siemens muss für Lieschen also monatlich 2.000€ Gehalt bezahlen + Arbeitgeberanteile von 355€, also 2.355€. Auf der anderen Seite zahlt Lieschen selbst von ihrem 2.000€ Bruttogehalt monatlich 378€ für ihre Sozialversicherungen. Bleiben ihr somit monatlich 2.000€ – 378€ = 1.622€ über.

Doch halt, halt, zu früh gefreut – Lieschen hat ja noch gar keine Steuern gezahlt!  Die kommen natürlich auch noch drauf.

Fürs Berechnen der Steuer gibt es jetzt megakomplizierte Steuertabellen, damit anhand des Familienstands, der Kirchenzugehörigkeit und des Bluts eines jungfräulichen Einhorns der Steuersatz errechnet werden kann. Beim ledigen, kinderlosen, unchristlichen Lieschen liegt der bei ungefähr 14%. Sie zahlt also von ihren 1.622€ nochmal 14% Steuern auf ihren Lohn (=Lohnsteuer), also grob 220€ ***inklusive Solidaritätsbeitrag.

Bleiben für Lieschen:

Bruttogehalt  2.000 €
Sozialversicherungsbeiträge – 378 €
Steuern – 220 €
 Gesamt netto 1.402 €

Lieschen hat also monatlich netto 1.402€ Cäsh in der Täsch – bares Geld, mit dem sie dann Gummibärchen kaufen kann.

SZENARIO B: Klaus Künstler, freischaffender Drehbuchautor

Bei Selbständigen, die ja bei niemandem angestellt sind, gibt es jetzt logischerweise KEINEN Arbeitgeber, der die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherungsbeiträge bezahlen könnte. Ein Selbständiger zahlt also alles selbst: die kompletten 19% Rentenversicherung, die komplette Krankenversicherung, die komplette Pflegeversicherung… Nix mit Fifty-Fifty.

Außer man ist Künstler und in der KSK.

Bei Künstlern tut die KSK nämlich so, also wäre sie ein Arbeitgeber – die KSK tut so, als wäre sie Siemens!, und bezahlt die Arbeitgeberanteile!! Ist das cool, oder was?!!!

Nehmen wir an, Klaus Künstler ist Drehbuchautor und erhält 24.000€ Drehbuchförderung. Aufs Monat gerechnet sind das 2.000€. Das ergibt:

Klaus zahlt die KSK zahlt
Rentenversicherung 9,45 % = 189 € 9,45 % = 189 €
Krankenversicherung 8,2 % = 164 € 7,3 % = 146 €
Pflegeversicherung 1,275% = 25 € 1,025 % = 20 €
Gesamt = 378 € Gesamt =  355 €

Also identisch wie bei Lieschen Müller! Auch Klaus zahlt (wenn kinderlos, ledig, kirchenlos) nochmal 14% Steuern – bleiben auch ihm monatlich netto 1.402€***und zwar zahlt Klaus seine Steuern als dicken Batzen einmal im Jahr, sobald er die Steuererklärung abgegeben hat. Lieschen hingegen zahlt ihre Steuern monatlich, indem sie einfach vom Lohn einbehalten werden.. Klaus ist damit der Sekretärin von Siemens gleichgestellt, da die KSK 50% der Sozialversicherungskosten bezahlt hat.

Daher kommt auch der Name – die KSK ist eine Kasse, die Geld für Künstler einsammelt und weiterleitet. Sie ist also KEINE KRANKENKASSE – sondern sie sammelt Geld EIN und überweist es dann AN eine Krankenkasse, wie AOK oder TK. Eine Krankenversicherung ist für Künstler übrigens Pflicht, genauso wie für jeden anderen Menschen in Deutschland. Ebenso Pflicht ist die Rentenversicherung, die jeder Künstler bezahlen MUSS! Man kann sich NICHT „von der Rente befreien lassen“! Dank der KSK werden Rentenbeiträge aber verdoppelt: Klaus zahlt 189€ Rente ein, die KSK packt nochmal 189€ drauf und überweist dann monatlich einen Betrag von 378€ an die Rentenversicherung. Und wenn Klaus dann 110 Jahre alt ist, bekommt er monatlich wieder 378€ zurück. (Hahaha)

Doch woher nimmt die KSK das Geld, mit dem sie Künstler unterstützt? Klar, Siemens holt sich das Geld mit dem Verkauf von Bügeleisen und Waschmaschinen, aber die KSK?

Die Antwort ist einfach – es sind zum einen Teil Steuergelder, zum anderen Teil müssen alle Firmen, die regelmäßig Künstler beauftragen, nochmal 5,2% auf die Künstlergage draufschlagen und an die KSK zahlen – die so genannte KSK-Abgabe (dabei ist es völlig wurscht, ob der Künstler selbst in der KSK ist, Deutscher, Amerikaner oder Holländer). Das heißt, es gibt in Deutschland quasi eine 5%-ige Steuer auf alles, was Kunst ist, die dann an Künstler weitergeleitet wird.

Jetzt wird auch klar, wieso oft über die KSK geflucht wird – vor allem bei Unternehmen, die die KSK-Abgabe zahlen müssen, und bei Künstlern, die von der KSK nicht als „richtige“ Künstler anerkannt werden und nicht von den immensen Vorteilen profitieren. Selbständige Nicht-Künstler finden es natürlich unfair, dass sie die kompletten Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen, Künstler aber nur 50%.

Bleibt nur noch zu klären: Wie kommt man in diese sagenumwobene KSK?

Dazu muss man Künstler sein (und es gibt tausend Definitionen darüber, was ein Künstler ist: Ein Kameramann bei einem Fußballspiel ist kein Künstler, ein Kameramann bei einem Kinofilm hingegen schon; ein Web-Designer ist ein Künstler, ein Web-Programmierer hingegen nicht…). Ebenso muss man hauptberuflich Künstler sein, also mindestens 50% seines jährlichen Einkommens mit Kunst verdienen, mindestens 3.900€. (UPDATE: Mit nicht-künstlerischen (Neben)Tätigkeiten darf man im Jahr maximal 5.400€ verdienen, sonst muss man seine Kranken- und Pflegeversicheurung komplett selbst zahlen! UPDATE 2: Das KSK-Minimum zählt nicht für Berufsanfänger in den ersten 3 Jahren; danach darf das Minimum in 6 Jahren höchsten zweimal unterschritten werden, bevor man wieder aus der KSK rausfliegt).

Wenn man all diese Bedingungen erfüllt, dann kann man sich hier das Formular für ein KSK-Beitrittsgesuch herunterladen. Einmal im Jahr meldet man dann bei der KSK das zu erwartende geschätzte Jahreseinkommen an, die KSK errechnet die monatlichen Sozialversicherungsbeiträge, bucht das Geld monatlich ab, verdoppelt es, und leitet es an die Krankenkasse und Rentenversicherung weiter.

Wenn man also in die Geldverdopplungsanstalt KSK aufgenommen wird, kann man getrost die Korken knallen lassen!

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Witzwissenschaften für Sitcom-Fans

Okt 18

Ich habe mich immer wieder gefragt, wieso in Deutschland keine Sitcoms gemacht werden.

Und damit meine ich jetzt nicht „Sitcom-Comedy-Serien“, wie die KrawattenLieb gemeinte Bezeichnung für Produzenten und Redakteure von RTL ihre Shows zu nennen pflegen, sondern richtige Sitcoms, gedreht nach US-Vorbild: live, vor einem (hoffentlich) lachenden Publikum.

Sitcoms wie die „Bill Cosby Show“, „Eine schrecklich nette Familie“, „Full House“, „Hör mal, wer da hämmert“ oder „Alle unter einem Dach“ haben ganze Generationen geprägt (nämlich meine), und spätestens seit „The Big Bang Theory“ und „Two and a Half Men“ sind Sitcoms sowieso salonfähig geworden.

Wieso also nicht auch in Deutschland?

Und dann lese ich eines Tages in der einschlägigen Tagespresse, dass Michael Bully Herbig an genau so einer Sitcom arbeitet.
So schnell könnt ihr gar nicht gucken, wie ich meine Bewerbung geschrieben habe – und, schwupps, zwei Monate später fand ich mich in der Redaktion von „Bully macht Buddy“ wieder.

Das Besondere an Sitcoms
Eine Bekannte von mir war mal der Überzeugung, dass „Sitcoms“ so heißen, weil andauernd jemand auf dem Sofa sitzt.

Aber nicht doch!

Der Begriff „Sitcom“ kommt von „Situationskomödie“ (ein Situationsdrama müsste also folgerichtig „Sitdram“ heißen …)
In 22 Minuten wird erzählt, wie witzige Charaktere witzige Situationen mit einem witzigen Lösungsansatz bewältigen. Aufgezeichnet wird das Ganze wie ein Theaterstück in einer Kulisse mit drei Wänden, vor der ein Publikum sitzt. Es fungiert quasi als „vierte Wand“ und beobachtet das Geschehen wie durch einen Guckkasten.

So weit die Theorie. Die Publikum ist also echt.

Das Typische einer Sitcom ist also, dass Dialoge auf Pointen geschrieben sind – das heißt, dass nach zwei, spätestens drei Dialogen ein Lacher kommen sollte.
Im Laufe der Zeit entstanden aber auch Variationen dieser Produktionsweise. So hat zum Beispiel „How I met your mother“ derart viele Rückblenden und Schauplätze, dass man die Umbauphasen keinem Live-Publikum zumuten will – die Serie wird zunächst im Studio ohne Publikum aufgezeichnet, anschließend geschnitten und erst dann einem Publikum in einem Kino vorgeführt.

Es soll aber auch schon Philosophen und Psychologen gegeben haben, die sich mit dem Sinn und Unsinn einer solchen Lachspur („Laugh Track“) beschäftigt haben (Stichwort: Interpassivität).

Manche TV-Shows kann man sich ohne Lacher schon gar nicht mehr vorstellen:

Und bei anderen TV-Shows wiederum wären Lacher a bisserl deplaziert: (Achtung Spoiler!)

Das Vier-Kamera-Format
Live-Sitcoms werden seit den 1970er mit vier Kameras aufgezeichnet (auch wenn es hierzulande Krawatten gibt, die glauben, dass man – um Geld zu sparen – auch mit drei Kameras drehen kann. Antwort: Kann man nicht.)

Und so würde „Scrubs“ aussehen, wenn es man die Show mit vier Kameras aufzeichnen würde: (und lustigerweise bekam genau diese Folge einen Emmy für „Beste Mulit-Kamera-Sitcom“, obwohl Scrubs gar keine Multi-Kamera-Sitcom ist.)

Sitcom-Macher – eine große Familie
Anders als Spielfilme werden Sitcoms mit einem genau strukturierten Wochenplan gedreht. Montags gibt es die Drehbuchlesung, dienstags und mittwochs wird geprobt, donnerstags werden die Kameras eingerichtet und Freitagabend wird vor Publikum aufgezeichnet.

Witzig ist witzig ist witzig

Die Amerikaner sind Meister darin, in allem Muster zu erkennen – so auch in Drehbüchern und Witzen. Deshalb gibt es auch (im amerikanischen Showbiz) so etwas wie „Witzwissenschaften“ – hier einige Auszüge:

Die K-Regel
Die K-Regel (auch Konsonanten-Regel genannt) besagt, dass Wörter, die auf Konsonanten wie -k, -p, -pf enden, besonders lustig sind.
Das Wort „Birkenstock“ ist lustiger als das Wort „Sandale“. „Schlumpf“ ist lustiger als „Blaues Wesen“. „Pumuckl“ ist ein megalustiger Name, „Beate“ ist es nicht.

Der Spuckwitz
Der „Spit Joke“ ist ein Klassiker in der Sitcom-Welt. Beispiel: Al Bundy trinkt aus einer Bierflasche, seine Tochter kommt herein und erzählt, dass sie gerade geschwängert wurde. Schnitt auf Al Bundy: PRRRRRUSSSST ….

Der Slow Burn
Für diese Technik ist mir noch kein deutscher Begriff eingefallen. Vielleicht passt am ehesten der ironische Begriff „Schnellchecker“: Dieser langsame Kopfdreher ist auf jeden Fall eine Technik, die jeder Schauspieler beherrschen sollte. Beispiel: Alan sitzt am Küchentisch und isst Corn Flakes. Charlie Sheen verabschiedet eine attraktiven Frau und sagt, dass er niemanden in seinem Haus wohnen lässt – nur „Kinder und Idioten“. Schnitt auf Alan, wie er ganz, ganz langsam seinen Kopf Richtung Charlie dreht…

Der 3er-Witz
Grundbedingung fürs Lachen ist, dass man überrascht wird. Und wie wird man überrascht? In dem man mit einem Muster oder einer Konvention bricht.
Deswegen basiert Humor auf der Basis der Zahl Drei. Die ersten zwei Elemente etablieren ein Muster, das dritte Element bricht das Muster.
So funktionieren alle Witze á la „Treffen sich ein Italiener, ein Österreicher und ein Ostfriese …“ Oder lustige Dialoge, zum Beispiel:
„Oh schau mal, da liegen zehn Euro!“
„Was wollen wir damit machen?“
„Wir könnten ne Pizza kaufen… Oder ein Eis… Oder Griechenland!!“

Der Lustige Vergleich
Humor funktioniert auch durch Übertreibung, die die Vorstellungskraft des Zuschauers ankurbelt („Comic Comparison“)
Beispiel:
„Dieser Teller Spaghetti erinnert mich so sehr an meinen Onkel Luigi…“
„Wieso? War er Italiener?“
„Nein, er hatte Würmer…“

Sitcomback?

„Bully macht Buddy“ war ein großer Spaß und ich bin sehr dankbar, dass ich mit Bully zusammenarbeiten durfte.
Bleibt nur hoffen, dass ab sofort auch in Deutschland wieder mehr Live-Sitcoms gedreht werden!

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Matthias hat Keine Anhung

Jun 11

Das Tolle an der Entertainmentbranche ist, dass man dann und wann die Möglichkeit bekommt, mit seinen Vorbildern und Kindheitsidolen zusammenzuarbeiten. Und immer wenn dies passiert, ist es ein eigenartiges, ganz besonderes Gefühl – und zugleich die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. So konnte ich bei meinem allerersten Filmpraktikum dem Star meiner Kindheit, Pumuckl-Stimme Hans Clarin, die Butterbrezen ans Set bringen und hatte letztens die Ehre, meinen (heimlichen) Lehrmeister Dennis Gansel zu einem Interview zu bitten.

Als Anfang dieses Jahres die Anfrage kam, das „Making of“ für Sascha Grammels neue Show KEINE ANHUNG zu drehen, war ich sofort hellauf begeistert. Von allen deutschen Comedians ist mir Sascha Grammel einer der liebsten: seine authentische, selbstironische und unverkrampfte Art lässt mein Künstlerherz höher schlagen, und das Image vom verstaubten Bauchreden hat er sowieso auf ewig gerettet.

Vier Monate lang durfte ich Sascha bei den Vorbereitungen zu seiner neuen Show begleiten, und was dabei herausgekommen ist, gibt es seit 7. Juni auf DVD, Bluray und bei iTunes zu sehen. Mit dabei sind Schildkrötengeldautomat Josie, Schielauge Frederic von Furchensumpf, der Hamburger, ein Huhn und ein Alien. Whoha.

Einem Künstler bei der Arbeit zuschauen zu dürfen, ist immer eine ganz besondere Freude. Lieber Sascha, vielen Dank dafür!
Tschakka!

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Aus Bridesmaids wird Brautalarm

Jun 07


Es war in der Grundschule, als mir meine Schwester voller Freude berichtete, dass David Hasselhoff für „Baywatch“ extra Deutsch gelernt hätte. Dumm und naiv wie ich war, glaubte ich das tatsächlich.

Jetzt, 20 Jahre später, weiß ich, dass Filme synchronisiert werden. Aber wie genau, ist mir eigentlich immer noch ein Rätsel. Wie schaffen es Synchronschauspieler, innerhalb von Sekunden eine kinotaugliche Leistung hinzulegen, während man mit Leinwandschauspielern drei Wochen lang probt und darüber spricht, welche Augenfarbe der Hamster der verstorbenen Schwester der Hauptfigur hatte?

Der Punkt „Praktikum in einem Synchronstudio“ stand daher immer ganz weit oben in meiner Liste. Und weil ich das Glück hatte, bei den Dreharbeiten zu einem Hollywood-Film dabei zu sein, war es nun die konsequente Erfüllung eines absoluten Kindheitstraums, bei seiner Eindeutschung dabei zu sein.

Es sei dahin gestellt, ob ein amerikanischer Film überhaupt einen deutschen Titel braucht. Es sei auch dahin gestellt, ob es überhaupt eine Synchronisation braucht. Fakt ist: Dialoge sollen verstanden werden. Es ist genauso unfilmisch, als Original-Fetischist wie der Ochs vorm Berg zu stehen, wie Untertitel zu lesen oder eine andere Stimme darüber zu legen …

Deutsch ist schön, macht aber viel Arbeit

Deutsch mag die Sprache der Dichter und Denker sein, aber sie ist wahnsinnig kompliziert. In Zahlen ausgedrückt: 30% komplizierter als Englisch. Deshalb hat die deutsche Harry-Potter-Fassung auch 100 Seiten mehr. Will heißen: Wenn ein englischer Film synchronisiert wird, müssen die deutschen Dialoge kurz sein. Toller Nebeneffekt: Kurze Dialoge sind meistens besser.

Gute Schauspieler wollen wenig Dialog, schlechte Schauspieler wollen viel Dialog. (Anonym)

Komödien zählen zwar zu den kostengünstigsten Filmen — nicht aber beim Synchronisieren. Weil da dauernd gelabert wird, dauert das Synchronisieren eben einige Wochen – während Actionfilme mit wortkargen Muskelpaketen aus Graz innerhalb von wenigen Stunden wegsynchronisiert werden können.

Zuerst wird von einem Muttersprachler eine sinngemäße Rohübersetzung des Originaldrehbuchs angefertigt, die dann vom Synchronregisseur auf Lippensynchronität umgeschrieben wird. Dabei muss die Anzahl der Silben übereinstimmen. Ein echter Brocken ist zum Beispiel:  „I’m glad I never tipped him“ — „Ich bin froh, dass ich ihm nie Trinkgeld gegeben habe“. Viel Spaß …

Bei „Bridesmaids“ hatten die Kollegen aus Hollywood zudem eine lange Liste mit englischen Idiomen geschickt, auf der die Bedeutung von jedem, aber wirklich jedem (Fluch)Wort festgehalten war – so wurde beispielsweise mit  3 Ausrufezeichen auf die Doppeldeutigkeit von „Muffin“ hingewiesen. Die Paranoia, dass ein Film floppt, weil die Lacher keine mehr sind, ist bei den Studiobossen enorm.

Überhaupt ist die Paranoia enorm. Da deutsche Synchronstudios die Schnittstelle zwischen Europa und Amerika sind, und Filme in der Regel ein halbes Jahr vor Kinostart synchronisiert werden, gibt es eine berechtigte Angst, dass geleaked wird. Man hat mir berichtet, dass bei Matrix III überhaupt nur die Lippen der Schauspieler zu sehen gewesen sein sollen, während der Rest schwarz ausmaskiert war. Verrückt.

Zurück zur Synchronisation: Die Hauptfiguren dürfen sich den englischen Film in kompletter Länge ansehen, während alle anderen Rollen aus Zeitgründen nur die jeweiligen Szenen, in denen sie vorkommen, zu Gesicht bekommen.

Dann werde alle Dialoge gezählt und in Takes („Sinnabschnitte“) unterteilt. Es wird je nach Anzahl der Takes bezahlt. Das heißt, jeder Satz kostet extra.

Die Synchronschauspieler kommen rein, schauen sich den Originalsatz an, lesen die deutsche Übersetzung, und spielen den Satz auf deutsch. Häufig besser, als es ein Kameraschauspieler je hinkriegen würde. Faszinierend.

Wieso ist das so? „Ich habe das geniale Original“. „Ich muss nur auf die Stimme achten und kann frei agieren“. „Ich mache das seit 20 Jahren“. „Ich bin ja ein Schauspieler“.
Es ist wirklich beeindruckend.

Das macht Sinn

Die Macht Verantwortung der Synchronautoren ist enorm. Nichts prägt die Sprache der Jugend mehr als Filme und Popkultur. Ein Beispiel? Weil es auf Englisch „it makes sense“ heißt, wurde daraus „das macht Sinn“. Das ist aber kein korrektes Deutsch. Etwas hat oder ergibt Sinn — aber Sinn machen kann nichts.

Ich bin gespannt, wie sich die Abkürzung „SMS“ in Zukunft entwickeln wird. Im Englischen gibt es das Wort kaum, es heißt nicht „I‘ll send you an SMS“, sondern „I‘ll text you“. Ich schwöre, es dauert nicht lange, bis es „Ich texte dich“ heißen wird.
(NACHTRAG: In 21 Jump Street heißt es tatsächlich „Ich texte dich“.)

Bei Bridesmaids war der Umgang mit der Sprache ziemlich genau. Es wurde diskutiert, ob es „Vegas“ oder „Las Vegas“ heißt oder „bekommt Geld“ oder „kriegt Geld“. Meine Hochachtung. Sebastian Sick hätte seine Freude.

Was ich außerdem gelernt habe:

  • Zwillinge können nicht dieselbe Person synchronisieren, weil ihre Stimmen unterschiedlich sind.
  • Frauen klingen anders, wenn sie schwanger sind.
  • Frauen und Männer pfeifen unterschiedlich, aber bei einem Hundepfiff ist das egal.
  • Das letzte, was morgens wach wird, ist die Stimme.
  • Amerikanisches Schnalzen klingt wie ein deutscher Lichtschalter.
  • Nach dem Sex wird „you“ mit „Du“ übersetzt, vorher mit „Sie“.

Der Geheimcode der Synchronregisseure

Das Lehrbuch der Regie besagt, dass Schauspieler keine Adjektive, sondern nur Verben spielen können. Das Kommando heißt folglich nicht „Sei sexy!“, sondern „Verführe ihn mit deinen Reizen!“.

Alles Quatsch. Synchronregie ist ergebnisorientierte Schauspielführung. Die Kommandos, die ich gelernt habe, sind so speziell wie genial, dass sie sich hier eine eigenen Tabelle verdient haben.

Synchronregie-Deutsch Normalo-Deutsch
Das war eine Ilse Werner. Das „S“ hat gepfiffen.
Das war ein Araber. Das „H“ hat gekratzt.
Das war ein Kinsky. In dem Satz war ein emotionaler Bruch.
Ich habe die Komplikationen noch nicht geortet. Es klingt scheiße, keine Ahnung warum.

 

 

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Zauberlehrling bei HP 7

Jul 14

Anlässlich des heutigen Kinostarts von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ ein kleiner Erfahrungsbericht aus meiner Zeit als Zauberlehrling.

„Wir garantieren Ihnen, dass Sie nach Ihrem Filmstudium im Taxi rechts sitzen und nicht vorne links“. Irgendwas muss falsch gelaufen sein: Jetzt sitze ich tatsächlich im Taxi vorne links. Nur gut, dass ich gerade in London bin und zu den Leavesden Film Studios gebracht werde. In dem Studiokomplex eine Stunde nördlich von London wird seit zehn Jahren „HP“ gedreht. Nach monatelangem Auf-Die-Nerven-Gehen habe ich mir ein kleines Praktikum erschleimt erarbeitet und bin jetzt so aufgeregt wie seit meiner Führerscheinprüfung nicht mehr.

Hagrids Hütte ist das Erste, was ich sehe. Der Schornstein ragt über dem Sichtschutz empor, der das Studiogelände umgibt. Wenn es wirklich noch Traumfabriken gibt, dann liegt sie genau vor mir.

„Das erste Mal bei uns?“ fragt mich der Pförtner. Ich nicke und versuche möglichst entspannt zu wirken. Ein Mann von UPS bringt ein Paket vorbei. An „Harry Potter“. Kein Absender. Der Pförtner raschelt daran, und weil es gar so nach Metall klingt, landet es im Müll.

Ein Fahrer holt mich ab und tuckert mit mir übers Gelände. So deutsch wie ich mittlerweile bin, schnalle ich mich an. Der Fahrer kriegt sich vor Lachen nicht mehr ein, deutet auf die Verkehrszeichen im Filmstudio: „max 5 mph“.

Das Studio hat irgendwas von einem Pferdestall. Flache Gebäude, viel Grün. Ich betrete die Kantine. Sie erinnert erinnert mich an eine Schulmensa. Unter den Tischplatten aus Glas liegen Fotos der Regisseure Chris Columbus, Alfonso Cuaron, Mike Newell. Ein ziemlicher Regie-Verscheiß …

Ein Wuschelkopf bringt mich ans Set. Die Wände sind chromakey-grün, in der Mitte steht ein Besen auf einem Hydraulikarm. „Das ist Emma“, sagt er mir.  Emma Watson. Darauf wär ich auch alleine gekommen. Sie trägt ihre Chill-Hose und lässt sich von einem Roboter-Arm durch die Luft wirbeln. Mein Chef zeigt mir anhand der Previz, wie die Szene später mal aussehen wird: Es gibt noch einiges zu tun.

Wie für einen Blockbuster üblich, drehen mehrere Regisseure gleichzeitig. Die Second Unit dreht Stunts und VFX; die Miniaturen-Unit Modellaufnahmen. Die First Unit ist für das große Drama zuständig.

Wo ich denn studiere, will mein Chef wissen. In München. „Schönen Gruß an Michael Ballhaus!“, ruft jemand von der Seite herbei. Es ist Eduardo Serra.

In der Mittagspause spendiert mir mein Chef eine kleine Führung. Am Trailer Park vorbei, geht‘s zum Ligusterweg. Wie ein kleines Kind blicke ich staunend nach oben, und knalle mit einem mächtigen — WUMMSS — gegen den Stahlträger von Privet Drive No 4. Ich verfluche ihn.

Am Hintereingang stapeln sich die Kulissen aus alten Filmen. Die Hand vom Gnom aus Film Nummer zwei ist ziemlich verknautscht und steckt im Pokal aus Film Nummer vier. Dann betrete ich den Großen Speisesaal. Er ist staubig, der Boden knarzt. Im letzten Teil der Heptalogie wird er kaum gebraucht. Daneben steht die größte Kulisse, die ich je gesehen habe: Ein Turm aus hundert, ach was Tausenden Stühlen! „Don‘t touch it“. Den Teufel werd ich tun.

Im Studio C wird eine besonders wichtige Szene geprobt. Harry soll versiebenfacht werden. Dabei kommt eine Motion-Control, eine Roboter-Kamera zum Einsatz.

Vor mir warten Studenten, die sich ihr Studium als Double finanzieren. Sie haben sich Post-Its angeklebt, auf denen „Mad-Eye Moody“ oder „Hermione“ steht. Eine junge Regieassistentin dirigiert die Doubles souverän. Sie erzählt mir von ihrer Zeit bei Star Wars und dass die Halle im Winter mächtig zieht.

Ein Assistent bringt mich in einem Golfauto ins Studio A. Endlich: die First Unit! Das Set ist sehr ruhig. Ich sehe auch gleich, warum: Daniel Radcliffe und Bonnie Wright küssen sich. „Hold it, Hold it“, ruft David Yates. Dann dürfen die beiden voneinander ablassen, gehen kaugimmikauend zum Catering und holen sich ein Käsebrot.

Wie das denn sei, wenn jetzt nach zehn Jahren die HP-Serie zu Ende geht? „Wir sind alle sehr traurig“, meint mein Chef. Die Kids sind im Studio groß geworden, und ein Leben ohne Harry Potter können sich viele gar nicht mehr vorstellen.

Naja, so ganz stimmt das nicht. Um Punkt 18.00 Uhr ist Schluss, denn heute spielt der FC Chelsea, und das ist dann eben doch wichtiger als ein Film …

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Diplom

Mai 05

Eine dreizeilige Diplomarbeit — wer träumt nicht davon :)

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Porträt und Interview

Nov 21

Eine Südtiroler Wochenzeitschrift hat letztens ein Porträt über mich gebracht.

Darin erkläre ich die Unsterblichkeit der Maikäfer in submediterranen Gebirgsregionen.
Viel Spaß beim Lesen!

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Die iPhone-Omi beim PORSCHE Award

Nov 10

Unser iPhone-Werbespot mit der Omi gehört zu den Best-of-All-Spots, die beim PORSCHE International Student Advertising Film Award in Ludwigsburg präsentiert werden. Die Preisverleihung findet am 25. November 2010 an der Filmakademie in Ludwigsburg statt.
Ich freu mich schon aufs Netzwerken mit den Kollegen aus Nigeria, Schweden und Holland.

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Hinter den Kulissen vom Omi-Dreh

Nov 10

Für alle, die gerne mehr über den Werbespot-Dreh für Apple/Gravis erfahren möchten, gibt es hier einen Hintergrundbericht mit vielen Fotos.

Und nichts gegen Florian Silbereisen

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Immer Ärger mit der Parkplatzsuche?

Okt 22

Hier gibt’s die Lösung:

Ein Werbespot von Matthias Lang für Apple/Gravis Deutschland.

Produzenten: Felix von Poser & Sebastian Bartetzko
Kamera: Kaspar Kaven
Musik: David Reichelt
Effekte: Robert Mayer
Schnitt: Sebastian Prittwitz
Ton: Vishad Noris
Kostüm: Barbara Schwarz
Maske: Caro Reckersdrees
Production Design: Saskia Tegethoff
Produktionsleitung: Max Mayer
Aufnahmeleitung: Marina Voeth
First AD: Hoshy März
Buch & Regie: Matthias Lang
mit: Marianne Schubart-Vibach & Sebastian Gerold
uvm.

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Hollywood-ABC: Z wie Zweites Team

Okt 22

Zum Abschluss noch eine große Besonderheit von Big-Budget-Produktionen.
Alle Schauspieler – auch Nebenrollen! – besitzen festangestellte Lichtdoubles, die während des Einleuchtens einer Szene an markierter Stelle stehen und ihre Kollegen vertreten.
Die Schauspieler befinden sich währenddessen im Wohnwagen und besprechen die Szene mit dem Regisseur, sodass sie frisch und abgeschattet vom technischen Wirrwarr anfangen können.
Folglich gibt es also das „Erste Team“ (die Schauspieler), und das „Zweite Team“, die Gesamtheit der Doubles.

Die Sprachkommandos einer Hollywood-Produktion lauten wie folgt:
„Moving on!“ („Nächste Einstellung!“)
„Coming around!“ („Gegenschuss“)
„Bring in second team!“ („Alle Doubles ans Set!“)
„Marking positions!“ („Positionen festlegen, Schärfe nehmen“)
„Give it to lighting!“ („Einleuchten beginnen!“)
„Ready for first team!“ („Schauspieler ans Set, Doubles haben Pause!“)
„Last looks!“ („Drehfertig machen!“)
„Picture is up! („Wir sind drehfertig!“)
„Background Action“ („Komparsen bitte Aktion!“)
„And… Action“
„And… CUT!“

(Aus is‘)

Das war’s nun mit dem ABC.
An dieser Stelle sei meinen treuen Lesern gedankt, die in den letzten 5 Wochen regelmäßig vorbeigeschaut haben, das hat mich sehr gefreut!
Der meistgelesene Buchstabe war übrigens das Y, das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Auch wieso ich täglich 4 Leser aus Russland habe, ist mir schleierhaft…

Man sieht sich wieder, gleiche Stelle, gleiche Welle!

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